Aktuelles 
 

 

Für uns keine leichte Entscheidung

 

Der Vorstand des Freundeskreises Glasmuseum Boffzen hat aufgrund

der Gemeinderatsentscheidung zur zukünftigen Arbeit im Museum

entschieden, aus der Museumsbetreuung ab 2018 auszuscheiden.

Dies gilt auch für die Weiterentwicklung der Sonderausstellungen.

Etwaige Rückfragen bitte an walter.waske@t-online.de  

 


 


Ein interessanter Bericht - hier -

Führung zum Design der 1950er Jahre im Glasmuseum Boffzen

Von wegen nur Petticoats und Nierentische…

BOFFZEN. Vasen mit Öffnungen wie Fischmäuler und Tische, die an Nieren erinnern: Designer in den 1950er Jahren schufen eigenwillige Kreationen. Unumstritten waren die kapriziösen Entwürfe damals nicht: Einige Industriedesignern fanden sie nicht schlicht, nicht zeitlos und funktional genug. Wie „gute Formen“ in Glas aussehen sollten, stellt das Glasmuseum Boffzen in seiner aktuellen Sonderausstellung „Wie neu beginnen?“ vor. Wer erfahren möchte, was die zehn Entwerfer für Ideen verfolgten, kann am Sonntag, 30. Juli, um 15 Uhr an einer Führung teilnehmen. Die Kosten sind im regulären Eintrittspreis von 3,50 Euro (Erwachsene) sowie 1,50 Euro (bis 16 Jahre) inbegriffen. Mehr Informationen: Walter Waske, Tel. 05271-950304 oder walter.waske@t-online.de , sowie www.glasmuseum-boffzen.de

 

Die schlichte Eleganz der 1950er Jahre

BOFFZEN. Alle Zeichen standen auf Neubeginn: In den 1950er Jahren hofften die Menschen in beiden deutschen Staaten auf ein Leben in bescheidenem Wohlstand. Wie sollten die dazu passenden Dinge gestaltet sein? Mit dieser Frage beschaeftigten sich Glasdesigner in Ost- und Westdeutschland. Das Glasmuseum Boffzen stellt maßgebende Entwuerfe der Zeit vor – unter anderem von Wilhelm Wagenfeld, Richard Suessmuth, Wilhelm Braun-Feldweg und Ilse Decho. Insgesamt zehn Designer praesentiert die Ausstellung vom 1. Mai bis 30. Oktober. Sie geht Fragen wie diesen nach: Konnten sich die schlichten, funktionalen Glaeser gegen Wirtschaftswunder-Kitsch durchsetzten? Wie wirkte sich die deutsch-deutsche Teilung auf die Arbeit der Designer aus? Das Museum will deutlich machen: Formgestaltung der 1950er Jahre war weit mehr als Tütenlampen, Nierentische und Petticoats.


Vortragsprogramm

zur Ausstellung "Wie neu beginnen? Glas der 1950er Jahre aus Deutschland" 
 

Wichtig: Die Veranstaltungen finden im Schlosscafé Lottine (Porzellanmanufaktur Fürstenberg), Meinbrexener Straße 2, 37699 Fürstenberg, statt. Beginn ist jeweils 19 Uhr. Da die Zahl der Sitzplätze beschränkt ist, bitten wir um Anmeldung bei Walter Waske, Tel. (05271) 950304, E-Mail: walter.waske@t-online.de
Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Mittwoch, 6. September 2017: Vortrag zu Wilhelm Wagenfeld - Von der Utopie zur Vollendung
Industrielle Gebrauchsgüter brauchen eine künstlerische Formgebung – dies ist ein Leitgedanke des Gestalters Wilhelm Wagenfeld. Im Nachkriegsdeutschland führt er ihn mit seinen Glasentwürfen unter anderem für das Glaswerk Schott & Gen. in Mainz und die WMF weiter. Zu der Zeit wird die industrielle Glas-Produktion rationeller und automatischer. Wie gelingt es Wagenfeld sich dieser Herausforderung zu stellen? Dies beleuchtet der Vortrag von Kunsthistorikerin Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland. Sie forscht seit Jahren zur Geschichte von Schott & Gen. in Jena.

Fotos: Porträt Angelika Steinmetz-Oppelland (Foto: Steinmetz-Oppelland), Herzvasen Wagenfeld (Fotos: Stefanie Waske)







Mittwoch, 11. Oktober  2017: Vortrag zu Wilhelm Wagenfeld - Produktgestaltung und
Kulturdebatten in den 1950er Jahren
Als der Zweite Weltkrieg zu Ende geht, steht der Gestalter Wilhelm Wagenfeld in der Mitte seines Lebens. Er ist gerade 45 Jahre alt geworden und blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück. In den 1930er Jahren hatte er für das legendäre Geschirr aus Jenaer Glas für Schott & Genossen entworfen. Ab 1935 verantwortete er die künstlerische Leitung der Vereinigten Lausitzer Glaswerke. Wird es ihm im Nachkriegsdeutschland gelingen, an diese Erfolge anzuknüpfen? Das thematisiert Dr. Walter Scheiffele, Designhistoriker in Berlin.

Fotos: Porträt Walter Scheiffele, (Fotos: Stefanie Waske)