Programm 2017

 

Glasmuseum Boffzen – vorläufiges Jahresprogramm 2017

1. April bis 29. Oktober

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01.04. - 30.04.2017 Wiedereröffnung der Sonderausstellung

Von wegen „nur“ Einmachgläser - 150 Jahre Noelle + von Campe

26.04.2017 Vortrag Dr. Daniel Althaus,Äten un Drinken - ein Blick auf den Speisezettel unserer Vorfahren“, 19 Uhr Glasmuseum Boffzen, 5 Euro an der Abendkasse

Veranstaltung der Kreisvolkshochschule Holzminden

Bis in unsere jüngste Vergangenheit hinein versorgte sich die Landbevölkerung im heutigen Südniedersachsen weitgehend selbst mit Nahrungsmitteln. Getreidebreie, Grützen, Suppen und Roggenbrot waren lange Zeit ihre Hauptnahrungsmittel. Erst im 19. Jahrhundert verdrängte die Kartoffel Weizen-, Hafer- und Hirsegerichte und billiger Kartoffelfusel überschwemmte die Region. Fleischgerichte blieben jedoch weiterhin „Herrenessen“. Im wildreichen Solling sorgten Wilderer dafür, dass auch die kleinen Leute hin und wieder einen Braten genießen konnten. Der Vortrag von Dr. Daniel Althaus zeigt, dass im Wandel von Äten un Drinken auch soziales Leben, Brauchtum und Wirtschaftsweise zum Ausdruck kommen.


10.05. – 30.10.2017 Sonderausstellung „Wie neu beginnen? Glas aus Deutschland in den 1950er Jahren“

Tütenlampen, Nierentische und Petticoats - um all dies geht es in dieser Ausstellung nicht. Sondern um die Frage, woran Entwerfer wie Wilhelm Wagenfeld nach der Zerstörung des Bauhauses, nationalsozialistischer Diktatur und Krieg anknüpfen wollten. Wie sollten in den 1950er Jahren zeitgemäße - gute - Glasformen aussehen? Und wie sich durchsetzen gegen Wirtschaftswunder-Kitsch? Mit diesen Themen beschäftigten sich Wagenfeld, Richard Süssmuth, Wilhelm Braun-Feldweg und Kollegen. Sie alle suchten nach Gläsern, die Funktion und schlichte Eleganz verbanden. Und stritten nicht nur über Glas-Entwürfe, sondern auch über politische Themen, wie den Ost-West-Konflikt, die Zerstörung der Natur und den Umgang mit der Vergangenheit. Die Ausstellung zeigt maßgebende Entwürfe dieser Zeit. Die Objekte stammen von dem Berliner Sammler Helmut Günther, dem Glasmuseum Immenhausen, Glasmuseum Cottus und der Formsammlung Dexel des Städtischen Museums Braunschweig.

10.05.2017 19 Uhr Ausstellungseröffnung im Glasmuseum Boffzen

Vorträge im Rahmen der Ausstellung

am 31.05. – 28.06. – 16.08. – 13.09. – 11.10.2017

im Cafe Lottine in Fürstenberg Meinbrexer Straße 2 - Beginn 19 Uhr

Dr. Angelika Steinmetz Jena (Zusage), Dr. Walter Scheiffele Berlin (Zusage), Prof. Dr. Kittel Halle (angefragt), Gundula Boerner-Süßmuth Kassel (Zusage)

5 Euro an der Abendkasse

21.05.2017 Museumstag mit Glas- u. Porzellan Flohmarkt

Altes Schätzchen zu verkaufen oder ein neues gesucht?

Das Geschirr der Großmutter verstaubt im Keller? Die Weingläser müssten gegen andere getauscht werden? Das sollte beim Glas- und Porzellanflohmarkt rund um das Glasmuseum Boffzen kein Problem sein. Wer möchte, kann seine alten Schätzchen am Sonntag, 21. Mai 2017 zwischen 11 und 18 Uhr verkaufen oder sich als Käufer auf die Suche machen. Nur Artikel aus Glas, Porzellan und Keramik dürfen die Verkäufer anbieten. Die Standmiete beträgt 4 Euro pro laufenden Meter. Bei regnerischem Wetter findet der Flohmarkt in der ehemaligen Ofenhalle der Georgshütte neben dem Glasmuseum statt. Anmeldung beim Vorsitzenden des Freundeskreises Glasmuseum, Walter Waske, unter Tel.: 05271-950304 oder per E-Mail walter.waske@t-online.de. Das Glasmuseum Boffzen ist an diesem Museumstag geöffnet und der Eintritt ist frei. Für Essen und Trinken ist außerdem gesorgt.

 

iIm Rahmen unserer diesjährigen Ausstellung im Glasmuseum Boffzen bieten wir wieder interessante

Vorträge an. Die Veranstaltungen findet im Schlosscafe´Lottine (Porzellanmanufaktur Fürstenberg),

Meinbrexener Straße 2 statt. Beginn ist jeweils 19 Uhr. Da die Zahl der Sitzplätze beschränkt ist, bitte ich

um Anmeldungen bei mir, Tel. (05271)950304.

 

Mittwoch, 6. September 2017

Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland (Jena)

 

Von der Utopie zur Vollendung
Wilhelm Wagenfeld und die industrielle Formgebung im Glasdesign der Nachkriegszeit

Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setze Wilhelm Wagenfeld sein Engagement für die Verankerung der industriellen Formgebung in der Gebrauchsgüterindustrie fort. Nun galt es endgültig, die künstlerische Formgestaltung aus der Epoche der Manufakturbetriebe in eine von automatischer Produktion, Rationalisierung und internationalem Wettbewerb geprägte Industrieproduktion zu übertragen. Das Material Glas spielte dabei für Wilhelm Wagenfeld nach wie vor eine zentrale Rolle: zunächst noch für das Jenaer Glaswerk Schott & Gen. in Mainz, vor allem aber ab 1949 für WMF sowie ab 1952 für Rosenthal-Porzellan-AG und die Peill & Putzler Glashütten GmbH.

 

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Dr. Walter Scheiffele (Berlin)

 

Wilhelm Wagenfeld - Produktgestaltung und Kulturdebatten in den 1950er Jahren

 

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für das Glasmuseum wird gebeten.

 

Führungen

28.04., 30.06., 22.09.2017

Betriebsführungen Noelle + von Campe Glashütte Boffzen

Führungen im Rahmen des Landsommers mit Christiane Tausch

1) „Von den Waldglashütten zur industriellen Glasproduktion in Boffzen“, Solling-Wanderung von Rottmünde nach Boffzen

2) „Auf den Spuren der Boffzer Glasmacher“, Spaziergang durch Boffzen

Außerdem in Planung

September –

Oktober 2016 Kunstausstellung: 10 Jahre Malschule in Boffzen mit Heidi Heiser

    

 Erinnerung an unsere Wagenfeld-Ausstellung 2015 - hier -