Allgemeines zum Glasmuseum 

In einer 1900 erbauten Fabrikantenvilla wird die Geschichte der örtlichen Glasindustrie dokumentiert. Obwohl der Ort auf eine 500jährige Glasmachertradition zurückblicken kann, beschränkt sich die Boffzener Ausstellung in Ergänzung zu den benachbarten Glasmuseen auf die Darstellung der letzten 150 Jahre, die Zeit der Industrialisierung.

In Boffzen wurde während dieser Zeit überwiegend Gebrauchs- und Haushaltsglas, auch für den gewerblichen und industriellen Bedarf, gefertigt. Neben mundgeblasenem Glas bildet vor allem Pressglas einen Schwerpunkt der Ausstellung. Die Glasherstellung wird durch Geräte, Formen und Modelle aus Boffzener Betrieben veranschaulicht. Die Besucher werden sich innerhalb der erstaunlich breiten Produktpalette an vieles aus dem eigenen Alltag erinnern:

Da sind z. B. Karaffen und Weingläser, fast die gesamte deutsche Bierglasproduktion der 50er und 60er Jahre, farbige Syphonflaschen für den Amerikatransport, Einmach- und Konservengläser u. a. m. versammelt. Liebevoll bemalte Einzelstücke für den Eigenbedarf, z.B. Vasen, Gläser und Vereinspokale, sind Zeugnisse auch des Selbstbewusstseins der angesehenen Glasmacher in Boffzen.

Wechselnde Sonderausstellungen verschiedener Kunstrichtungen und Sonderveranstaltungen runden das Gesamtbild und Angebot für den Besucher ab. Das Glasmuseum Boffzen wird vom Freundeskreis Glasmuseum e. V. finanziell unterstützt.